Ich hatte ja bereits am 19. März über meine ersten Eindrücke mit der Fujifilm X100VI berichtet. Mittlerweile habe ich sie zwei Monate im Einsatz gehabt. In der Regel habe ich sie auf der Baustelle dabei, da sie im Gegensatz zu meinen anderen Kameras sehr klein und handlich ist. Im Zweifel passt die Kamera auch in die Jackentasche. Trotz der geringen Größe lässt sie sich gut bedienen. Der Griff ist zwar ähnlich gering ausgeprägt wie bei der Nikon Zf, allerdings wiegt sie deutlich weniger, dadurch fällt der wenig ausgeformte Griff deutlich weniger ins Gewicht. Außerdem halte ich die Kamera ja nicht stundenlang in der Hand, sondern sie hängt am Gurt oder ist in der Jackentasche. An die für einen Nikonnutzer doch recht ungewohnte Bedienung habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Das größte Manko ist für mich die fehlende Möglichkeit das Rad für die Belichtungskorrektur zu sichern. Es verstellt sich doch sehr leicht und unbemerkt. Dies nervt ein wenig. Ansonsten bin ich mit der Kamera zufrieden, der Sucher ist hinsichtlich Helligkeit und Auflösung super. Er ist zwar nicht blackoutfrei, in der Nutzung stört mich dies aber nicht, da ich in der Regel im Singelshot-Modus fotografiere. Was stört mich am Sucher? Bei den moderneren Nikonkameras kann man das Sucherbild verkleinern, damit man als Brillenträger auch den vollen Überblick hat. Dies geht jedoch bei keiner Fujikamera. Da dies sicherlich über ein Softwareupdate einzuführen ist, sollte Fuji hier mal drüber nachdenken.
Fazit: Die X100VI wird die Hauptkamera für die täglichen Baustellenbilder bleiben. Die Bildqualität überzeugt. An die Festbrennweite habe ich gewöhnt, dank der 40 Megapixel reicht sie in der Regel aus. Machmal wäre jedoch mehr Weitwinkel nützlich, den erhältlichen Konverter habe ich jedoch nicht und möchte ihn auch nicht jedesmal mitschleppen. Für alle anderen Einsätze wie die diversen Ausflüge und Spaziergänge bleiben jedoch meine anderen Kameras
