Seit knapp einer Woche habe ich jetz die Leica M11-P. Seitdem war sie jeden Tag im Einsatz. Zum Schutz habe ich mir noch eine Lederhalbschale gegönnt. Dass das Nokton 35 1.2 der ersten Generation die 60 Megapixel nicht auflöst, hatte ich schon im letzten Artikel erwähnt. Inzwischen habe ich noch ein 28er Nokton und ein 50er APO Lanthar von Voigtänder. Diese machen sich deutlich besser. Wie komme ich mir der Kamera klar? Sie begleitet mich im Alltag, auf den Hunderunden genauso wie auf der Arbeit oder beim Stadtbummel. Das Scharfstellen über den Messsucher geht einfacher als gedacht. Der Ausschuss hält sich in Grenzen. Mit ein wenig mehr Übung werde ich sicher auch noch ein wenig schneller. Was mir mehr Probleme macht, als ich dachte, ist die Wahl des Bildausschnittes. Beim 28er und 35er ist dies eher kein Problem, da der Bildausschnitt fast dem Sucherausschnitt entspricht. Beim 50er muss ich mich jedoch immer noch konzentrieren, damit ich daran denke, dass nur dass, was im Leuchtrahmen zu sehen ist, aufgenommen wird. Diese Vorgehensweise bin ich nicht gewohnt, da bei allen digitalen Kameras, die ich bis jetzt benutzt habe, das Sensorbild gleich dem fertigen Bildausschnitt ist. Da aber der Messsucher ja kein Blick durch das Objektiv ist, passt dies bei der M nicht. Hier muss ich noch wirklich konzentrieren. Dies gilt genauso für die Kontrolle der korrekten Belichtung. Ich habe zwar AUTO-ISO eingestellt, dies nützt aber nichts, wenn man gnadenlos überbelichtet hat. Die M blendet zwar eine rote Lichtwaage ein, die finde ich bei bunten Motiven aber sehr schwer zu sehen. Es heißt also weiter üben, üben, üben. Bisher bereue ich den Tausch von der GFX zur Leica M nicht. Gut der Dynamikumfang war noch etwas höher, aber die Leica ist auch nicht schlecht. Und ob es nun 100 oder 60 Megapixel sind, ist in den meisten Fällen auch egal. Für das Einsatzgebiet der GFX ist die Leica M genauso geeignet. Meinen rennenden Hund zu fotografieren erfordert noch ein wenig Übung, wird aber sicherlich mit dem Zonenfokus ähnlich gut funktionieren wie mit dem schwächelden Autofokus der GFX. Der Vorteil der M ist Größe und Gewicht. Wenn ich mir die Kamera umhänge und noch ein oder zwei Objektive in die Jackentasche stecke, bin ich für alle Fälle gerüstet. Die nachfolgenden Bilder habe ich im Laufe dieser Woche gemacht, ich bin stolz auf mich, dass es mir wenigstens einmal gelungen ist unseren Hund zu fotografieren, als er auf mich zulief.
Leica, und nun?
- 31. August 2026
- Fotografie / Technik
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